Investitionsanalyse

Investitionsanalyse

In Geschäftsberichten und Pressemeldungen veröffentlichte Strategien geben nur bedingt Aufschluss darüber, wie sich ein Unternehmen tatsächlich entwickelt. Mit Hilfe einer Investitionsanalyse lassen sich diese Ankündigungen den tatsächlichen Commitments gegenüber stellen. Das Vorgehen hierzu erläutert dieser Beitrag.

 

Die Investitionen eines Unternehmens beeinflussen dessen Cashflows und damit den Unternehmenswert. Ihre Analyse erweitert das Verständnis von der zukünftigen finanziellen Entwicklung des Unternehmens und gibt Aufschluss über die geplante strategische Entwicklung. Zur Analyse werden alle getätigten und geplanten Investitionen nach zeitlichem Anfall, Einschätzung der Auswirkungen auf den Cashflow und Analyse der Art der Investitionen dargestellt.

Zunächst ist eine möglichst vollständige Darstellung aller getätigten und geplanten Investitionen erforderlich. Diese kann beispielsweise anhand eines Zeitstrahls erfolgen, wobei die Mittelabflüsse in den jeweiligen Jahren je Investition aufgetragen werden und wenn möglich auch eine Schätzung der erwarteten Rückflüsse zum jeweiligen Zeitpunkt.

Nimmt man die Investitionsausgaben der jeweiligen Jahre zusammen, erhält man einen Indikator für die zukünftige Entwicklung des Cashflows aus Investitionstätigkeit. Bei der Analyse fremder Unternehmen ist darauf zu achten, dass neben den angekündigten Investitionen in der Regel auch verschiedenste Ersatzinvestitionen notwendig sind, um den Betrieb zu erhalten. Mangels detaillierter Angaben ist es oft eine plausible Annahme, dass diese ungefähr dieselbe Höhe wie im Durchschnitt der vergangenen Jahre haben werden.

Vergleicht man die Entwicklung des Anteils von Ersatz- zu Erweiterungsinvestitionen, kann man Rückschlüsse auf den Zustand des Kapitalstocks des Unternehmens ziehen. Ein hoher Anteil von Erweiterungsinvestitionen deutet auf veraltete Anlagen hin, die erneuert werden müssen.

Schließlich lässt sich an den geplanten Investitionen noch ablesen, welchen strategischen Weg ein Unternehmen verfolgt. Aus Investitionen in neue Produktionsanlagen lassen sich beispielsweise Rückschlüsse auf zukünftige Verschiebungen im Produktportfolio und damit der strategischen Ausrichtung ziehen.

Autor: Achim Sztuka

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