Wissensmanagement

Wissensmangement

Für deutsche Unternehmen ist Wissen ein wichtiger Rohstoff. Der effektive und systematische Umgang mit dieser Ressource ist für viele Unternehmen jedoch noch nicht selbstverständlich. Was können Unternehmen tun und welche Möglichkeiten für effizientes Wissensmanagement stehen aktuell zur Verfügung? Schließlich zählt Wissensmanagement zu den kritischen Erfolgsfaktoren für Unternehmen.

 

Zusammenspiel von Mensch, Technik und Organisation

Wie groß ein Unternehmen ist, spielt bei der Entscheidung für die Einführung von Wissensmanagement keine übergeordnete Rolle. Entscheidend ist der Anteil von Wissensarbeit und der Umgang mit digitalen Informationen. Je höher dieser ist, umso mehr lohnt sich eine Investition in Wissensmanagement. Wollen Unternehmen damit arbeiten, sollten sie mit einem Einstiegsprojekt starten. Es sollte dort ansetzen, wo das Unternehmen Optimierungspotenzial besitzt. Das ist oftmals bei der internen Kommunikation und Koordination der Fall, sodass das Zusammenspiel von Mensch, Technik und Organisation stets optimiert werden muss. Mensch: Qualifikation und Qualifizierung Technik: Datenbanklösungen für Wissensmanagement und Software Organisation: Verantwortung für die Wissenspflege Ist das Pilotprojekt erfolgreich, muss das Wissensmanagement im Unternehmen verstetigt werden. Der Effekt: Mit weiteren Projekten kann das Unternehmen zunehmend besser auf spezifische Probleme reagieren. Aufbauen sollte es dabei auf dem, was sich im Pilotprojekt als geeignet erwiesen hat.

Einführung von Wissensmanagement in sechs Phasen

Im Rahmen des Aktionsprogramms "Informationsgesellschaft Deutschland 2010" hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie einen Leitfaden für die Einführung von Wissensmanagement in kleinen und mittleren Unternehmen herausgegeben. Es zeigt beispielhaft sechs Phasen, in denen sich Projekte des Wissensmanagements vollziehen:

  • Ausgangslage: Passen die durch die Einführung von Wissensmanagement angestrebten Ziele zum Unternehmen?
  • Initiieren: Welches konkrete Projekt wird angeschoben?
  • Analysieren: Welche Arbeitsschritte sind mit dem Austausch von Wissen verbunden?
  • Lösungskonzepte: Welche Maßnahmen sind die geeigneten?
  • Umsetzung: Wie werden sie im Unternehmen umgesetzt?
  • Evaluation: Wie sind die Ergebnisse zu bewerten?

Wissensmanagement in ein Unternehmen einzuführen ist zeitaufwändig und anstrengend, da es in alle Geschäftsprozesse integriert werden muss. Doch es wirkt nachhaltig. Es führt zum Umdenken in der Unternehmenskultur, macht Mitarbeiter fit, verändert ihre Wertschätzung und bindet sie fester an das Unternehmen

Die Wissensmanagement in Startups

Junge Unternehmen haben zum Start das Thema Wissensmanagement oft gar nicht auf ihrer Agenda. Sie nehmen zuallererst ihre Kennzahlen in den Blick. Verständlich: Gewinn und Rentabilität von Eigenkapital messen den Erfolg direkt. Dabei hätten Startups Vorteile. Gerade bei ihnen ist der Anteil von Wissensarbeit enorm. Und Unternehmen und Mitarbeiter können vom Start weg mit dem Wissensmanagement wachsen und es mit Selbstverständlichkeit annehmen. Natürlich kann Wissensmanagement auch später in ein Startup eingeführt werden. Nachteil: Der Aufwand ist höher, die Mitarbeiter müssen sensibilisiert werden, wenn sich durch Wissensmanagement die Unternehmenskultur ändert, Ablehnung könnte die Folge sein. Ein Grund, auf die Einführung von Wissensmanagement zu verzichten, ist das nicht.

Autor: Susanne Wolf

Bild oben © Tuomas Kujansuu

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