Strategisches Kostenmanagement

Strategisches Kostenmanagement

Um Wettbewerbsfähigkeit zu gewährleisten, ist in den meisten Unternehmen ein strategisches Kostenmanagement zwingend erforderlich. Dabei kann am Kostenniveau, am Kostenverlauf und an der Kostenstruktur gearbeitet werden. Lesen Sie, welche Effekte dies bringt und welche Methoden jeweils am Besten geeignet sind.

 

Nachfolgende Ansätze des strategischen Kostenmanagements erlauben dem Management, aktiv auf Kostenniveau, Kostenstruktur und Kostenverlauf Einfluss zu nehmen.

Kostenniveau-Management

Ziel des Kostenniveau-Managements ist die Reduzierung der Kosten. Bei bestehenden Marktverhältnissen ist somit die Erhöhung der Gewinnspanne möglich oder es können durch die Strategie der Kostenführerschaft Mitbewerber verdrängt werden.

Ansatzpunkte hierzu sind die Verringerung der Gesamtkosten eines Unternehmens, die Kostensenkung in einzelnen Organisationseinheiten, wie z.B. über Budgetsenkungen, oder die Reduzierung der Höhe der Stückkosten. Beispiele für geeignete Maßnahmen zur Kostenreduzierung sind in diesem Zusammenhang die Verringerung der Durchlaufzeiten, Produktions- und Prozessautomatisierungen oder Make-or-Buy-Entscheidungen.

Zu den modernen Methoden und Techniken, die zur Reduzierung von Kosten eingesetzt werden, zählen insbesondere die Prozesskostenrechnung zur transparenten Abbildung und Senkung von Kosten in den indirekten Leistungsbereichen, das Target Costing, das zur Senkung der Stückkosten eingesetzt wird, das Product Lifecycle Costing, das im Zusammenhang mit der Minimierung der Kosten über den gesamten Lebenszyklus eines Produktes Anwendung findet und das Cost Benchmarking, mit dem Maßnahmen zur

Kostensenkung auf der Basis von Vergleichen mit anderen Geschäftseinheiten (intern) oder Wettbewerbern (extern) abgeleitet werden können.

Zu den klassischen Instrumenten, die zur Kostenreduzierung zum Einsatz kommen, zählen das Zero-Base-Budgeting und die Gemeinkosten-Wertanalyse, die beide die Senkung von Gemeinkosten in Unternehmen zum Ziel haben.

Kostenverlauf-Management

Das Kostenverlauf-Management analysiert den Anstieg oder Rückgang der Kosten in Abhängigkeit von bestimmten Bezugsgrößen wie der Kapazitätsauslastung bzw. Beschäftigung. Ziel ist es, das Kostenverhalten durch die Realisierung von Degressionseffekten zu optimieren.

Im Rahmen eines wirkungsvollen Kapazitätsauslastungsmanagements lassen sich Fixkostendegressionseffekte z.B. durch die Minimierung von Leerzeiten oder Ausdehnung der Anlagenbetriebsdauer erreichen.

In engem Zusammenhang mit dem Kostenverlauf stehen die Komplexitätskosten, die sich aus einer Zunahme der Variantenvielfalt im Produktprogramm ergeben. Instrumente des strategischen Kostenmanagements zur Gestaltung der Komplexitätskosten sind die Prozesskostenrechnung und das Fixkostenmanagement (Planung des Fixkostenauf- und -abbaus in Abhängigkeit von der Beschäftigung).

Kostenstruktur-Management

Das Kostenstruktur-Management hat die Optimierung der Kostenzusammensetzung zum Ziel, die stark die Flexibilität des Unternehmens bestimmt.

Besonders bedeutsam ist in diesem Zusammenhang die Unterscheidung nach Einzel- und Gemeinkosten und nach fixen und variablen Kostenbestandteilen.

Eine größere Kostenflexibilität kann durch Maßnahmen erreicht werden, welche die Kosten möglichst variabel halten. Exemplarisch sei hier die Nutzung externer anstelle von internen Ressourcen genannt (z.B. Leasing) oder der Ersatz arbeitszeitabhängiger Entgelte durch ergebnisabhängige Entgelte.

Strategisches Kostenmanagement

Vom strategischen Kostenmanagement wird das operative Kostenmanagement abgegrenzt. Die unterschiedlichen Ansatzpunkte sind in folgender Abbildung dargestellt.

Strategisches und operatives Kostenmanagement

PPT Download Analysefelder des strategischen Kostenmanagements

PPT Download Vergleich von operativem und strategischem Kostenmanagement

Autor: Achim Sztuka

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