Ergebnisanalyse

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Der Gesundheitszustand eines Geschäfts lässt sich vor allem am Ergebnis ablesen. Egal, ob Sie interne Verbesserungspotenziale aufdecken wollen oder sich für den Zustand eines anderen Unternehmens interessieren, eine klug durchgeführte Ergebnisanalyse ist in vielen Fällen ein wahrer Augenöffner.

 

Die Analyse des Unternehmens- oder Geschäftsfeldergebnisses dient dem besseren Verständnis der Treiber des finanziellen Erfolgs. Diese Analysen geben Auskunft darüber, wie „gesund" das Geschäft eines Unternehmens ist. Des Weiteren dienen sie dem Aufdecken von Verbesserungspotenzialen und der internen Steuerung des Unternehmens.

Bilanzielles und kalkulatorisches Ergebnis

Die Ergebnisanalyse kann sich entweder auf das bilanzielle oder das kalkulatorische Ergebnis beziehen. Das bilanzielle Ergebnis dient der Information externer Interessenten und unterliegt rechtlichen Vorschriften. Möchte man diese Beeinflussung durch handels- und steuerrechtliche Vorschriften ausschalten, so sollte man das kalkulatorische Ergebnis heranziehen. Das bilanzielle Ergebnis kommt schwerpunktmäßig bei der Analyse von Wettbewerbern und beim Vergleich des eigenen Unternehmens mit Wettbewerbern zum Einsatz, da in der Regel lediglich bilanzielle Informationen über andere Unternehmen vorliegen. Wird nur das eigene Unternehmen analysiert sowie für Zwecke der internen Steuerung können kalkulatorische Daten aus dem Controlling herangezogen werden. Sie geben meist ein weniger verzerrtes Bild von der finanziellen Lage. Zu beachten ist allerdings, dass auch kalkulatorische Wertansätze gewissen Verzerrungen unterliegen können, welche oft nicht transparent gemacht werden.

Kriterien der Ergebnisanalyse

Eine Ergebnisanalyse erfolgt nach drei Kriterien, die zusammen ein gutes Bild des finanziellen Erfolgs liefern:

  • Erfolgsquellenanalyse: Das Gesamtergebnis teilt sich auf in Betriebsergebnis, Finanzergebnis und außerordentliches Ergebnis. Die Ermittlung der jeweiligen Anteile am Gesamtergebnis gibt Anhaltspunkte dafür, wie er stark das operative Geschäft ist. So deutet ein hoher Anteil des Finanz- oder des außergewöhnlichen Ergebnisses darauf hin, dass im operativen Geschäft Schwächen bestehen.
  • Kostenstrukturanalyse bzw. Aufwandsstrukturanalyse: Die Gesamtkosten lassen sich nach Kostenarten unterteilen (z.B. Personalkosten, Materialkosten etc.). Ein Vergleich der jeweiligen Anteile an den Gesamtkosten mit denen vergleichbarer Unternehmen gibt ebenso Hinweise auf Stärken und Schwächen wie eine Betrachtung der Entwicklung der Anteile über die Zeit (z.B. ein gestiegener Anteil der Rohstoffkosten). Weiterhin können die Kosten im Hinblick auf ihre Beinflussbarkeit durch Veränderungen der Auslastung analysiert werden. Ein hoher Anteil fixer im Vergleich zu variablen Kosten bedeutet eine geringere Flexibilität und ein höheres Risiko, bei schwacher Nachfrage Ergebnisrückgänge zu erleiden.
  • Umsatzstrukturanalyse bzw. Ertragsstrukturanalyse: Der Umsatz lässt sich einerseits im Hinblick auf seine Verteilung auf einzelne Geschäftsfelder und Regionen analysieren, andererseits kann die Entwicklung über Zeit betrachtet werden. Eine solche Analyse zeigt, in welchen Märkten und Regionen ein Unternehmen stark vertreten bzw. unterrepräsentiert ist. Veränderungen der Umsätze können auf eine Schwäche des Geschäfts hindeuten oder Wachstumsfelder aufzeigen.

Schließlich kann natürlich auch das Ergebnis als Ganzes analysiert werden. Insbesondere der Vergleich von Gewinnmargen (z.B. Return on Sales) mit vergleichbaren Unternehmen gibt Aufschluss darüber, wie erfolgreich ein Unternehmen in seinem Markt ist.

Autor: Achim Sztuka

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