ABC-Analyse - Am Beispiel der Umsatzstrukturanalyse

abc

Im Arbeitsleben gilt häufig die 80/20-Regel: 80 Prozent des Umsatzes werden mit 20 Prozent der Kunden erzielt. 80 Prozent des Ergebnisses stammen von 20 Prozent der Produkte. Mit Hilfe der ABC-Analyse ist es einfach, solche Zusammenhänge aufzuzeigen, um anschließend Maßnahmen zu ergreifen.

 

Viele Unternehmen haben ein historisch gewachsenes Produkt- oder Kundenportfolio. Eine Analyse zeigt häufig, dass wenige Produkte oder Kunden den überwiegenden Teil des Umsatzes oder Gewinns erwirtschaften. Das Unternehmen kann sich nun die Frage stellen, ob die unbedeutenden Produkte oder Kunden zur Reduktion der Komplexität nicht abgebaut werden sollten.

Die ABC-Analyse ist eine Form der Konzentrationsanalyse. Das Vorgehen soll hier am Beispiel der Umsatzstrukturanalyse der Produkte eines Unternehmens dargestellt werden. An Stelle von Umsatz könnten auch Margen und an Stelle von Produkten könnten auch Kunden analysiert werden.

In einem Schaubild werden die Umsätze der einzelnen Produkte abgetragen, wobei die Produkte nach Höhe der jeweils erzielten Umsätze absteigend zu sortieren sind. Die Produkte werden dann nach ihrem Beitrag zum Gesamtumsatz in drei Klassen A, B und C eingeteilt.

ABC Analyse MW Neu 19-08-2013

Es zeigt sich häufig, dass die eine relativ geringe Anzahl Produkte den Klassen A und B und eine relativ große Zahl Produkte der Klasse C zugeordnet werden. Eine relative geringe Anzahl Produkte ist also für den Großteil des Umsatzes verantwortlich.

Bei den Schlussfolgerungen, die aus der Analyse zu ziehen sind, ist nun sorgfältiges Abwägen geboten. Aus Kostengesichtspunkten ist in der Regel eine Konzentration auf die wenigen umsatzstarken Produkte wünschenswert (Komplexitätsreduktion). Allerdings kann dadurch die Streuung des Risikos abnehmen. Möglicherweise bestehen auch zwischen C-Produkten und A- und B-Produkten vertriebsseitig oder in der Produktion Wechselbeziehungen (Verbundeffekte, Koppelproduktion). Eine Elimination von C-Produkten hätte dadurch möglicherweise negative Auswirkungen auf die momentan attraktiv erscheinenden Produkte. Schließlich gilt es neben der Umsatzverteilung natürlich auch die Margenverteilung zu betrachten. Möglicherweise sind manche Produkte mit geringem Umsatzanteil nämlich hoch profitabel.

Autor: Achim Sztuka

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